Zirkus im Nationalsozialismus

Der Zirkus geht über unsere Kindheitserinnerungen von Zelt, Akrobatik und Clownerie hinaus. Er kann als ein eigener Mikrokosmos, der außerhalb der Gesellschaft existierte, bezeichnet werden. Es wurde eine kosmopolitische Lebensweise gewählt, in der Kunst und Fähigkeiten im Vordergrund standen und nicht Herkunft oder Religion einer Person.

Kosmopoliten

Der Zirkus geht über unsere Kindheitserinnerungen von Zelt, Akrobatik und Clownerie hinaus. Er kann als ein eigener Mikrokosmos, der außerhalb der Gesellschaft existierte, bezeichnet werden. Es wurde eine kosmopolitische Lebensweise gewählt, in der Kunst und Fähigkeiten im Vordergrund standen und nicht Herkunft oder Religion einer Person. Mehr

Sicht der Politik

Der Zirkus wurde von den Nationalsozialisten als große Propagandamöglichkeit gesehen, da in kürzester Zeit Einfluss auf alle Gesellschaftsklassen genommen werden konnte. Die Zirkuswelt bestand aber zum Großteil aus jüdischen Familien und Minderheiten. Zirkusfamilien, die seit Jahrzehnten existierten, wurden verfolgt, eingesperrt und vernichtet. Mehr

Sicht des Zirkus

Lang etablierte Zirkusdynastien wurden wegen ihrer jüdischen Herkunft verfolgt und deportiert, andere große Zirkusunternehmen haben die Chance genutzt um mehr Erfolg zu haben und waren schon früh Mitglieder der NSDAP. Andere nutzten Auslandsauftritte als Möglichkeit um sich aus Deutschland abzusetzen bzw. ihren Mitarbeiter:innen zur Flucht zu verhelfen. Mehr

Zirkusgebäude

Der Zirkus war so weit in der Gesellschaft etabliert, dass neben den Zeltzirkussen auch Zirkusgebäude errichtet wurden, die fester Bestandteil des Stadtbildes waren. In Wien kann das Bestehen von bis zu 22 solcher Gebäude nachgewiesen werden. Alle wurden Ende des 2. Weltkriegs zerstört oder abgetragen. Mehr